Beschluss Landgericht Oldenburg:
Korrekter Brustaufbau mit Silikonimplantat im Pius Hospital in Oldenburg

Zitate und Video zu einem Rechtsstreit um einen Behandlungsfehler des Brustzentrums im Pius Hospital. Die Klägerin wirft dem Krankenhaus vor, den Brustmuskel bei dem Einlegen des Implantates zu weit abgetrennt zu haben.
Gutachter Prof. Dr.med. S. Niesert bescheinigt der Abteilung von Prof. Dr. med. R.L. De Wilde in einem Gutachten die korrekte Ausführung der Operation.

"Was den Wiederaufbau der Brust nach der Entfernung der Brustdrüse angeht, ist es so, dass man aus onkologischer Sicht üblicherweise die Prothese unter den Brustmuskel einbringt. ... Dass der Brustmuskel von der Faszie gelöst werden muss, ist in vielen Lehrbüchern so beschrieben und das ist auch in vielen Fällen nötig, insbesondere dann, wenn der Brustmuskel besonders gespannt ist. Der Brustmuskel wird auch nicht an allen Stellen gelöst, sondern nur an einigen Stellen, so weit, dass die Prothese gut eingepasst werden kann. Die Funktion des Brustmuskels wird dadurch aufrecht erhalten, dass er eben an anderen Stellen weiter fixiert bleibt."


Zitat vom Gutachter Prof. Dr. med. S. Niesert (Elisabeth Krankenhaus Essen) aus der Protokollabschrift 8. Zivilkammer des Landgerichtes Oldenburg vom 27.02.09

"Dies ist im OP-Bericht sachgerecht beschrieben und auch entsprechend durchgeführt worden. Aus den Unterlagen ist daher für den Gutachter ein fehlerhaftes Verhalten oder Handeln der Ärzte nicht zu erkennbar."


Zitat aus dem schriftlichen Gutachten von Prof. Dr. med. S. Niesert (Elisabeth Krankenhaus Essen)



"Was die Durchtrennung des Brustmuskels, um die Prothese einzubringen, betrifft, so hat der Gutachter dies als lege artis bezeichnet"

Zitat aus dem Gerichtsprotokoll



"Denn die Ursache des Kraftverlustes (im rechten Arm) liegt in der Entfernung der Lymphknoten unter der Achselhöhle."

Zitat aus dem Gerichtsprotokoll



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